Knightshift – Echtzeit-Strategie- und Rollenspiel-Videospiel

KnightShift

Ich will Kühe!! Das muss das Entwickler-Team um Zuxxez wohl gedacht haben, als es Knightshift erschuf! Zu den holden Rindviechern komme ich aber später. Es erwartet uns ein Echtzeit-Strategie-Spiel à la Warcraft 3 – bunt, schick und schnell! Zudem werden auch hier Rollenspiel- und Aufbau-Strategie-Elemente geschickt ins Gameplay gemischt. Ob dieser Mix gefällt und was Reality Pump sich dabei gedacht hat, Kühe zu huldigen, erfahrt ihr im folgenden Preview:

Böser Zauberer, guter Prinz

Es war einmal ein guter Prinz. Bedächtig saß dieser am Pult um neue gute Gesetze für das Volk zu verfassen, da wird er doch hinterrücks vom bösen Zauberer Valtamand mit der fliegenden Pfanne erledigt und anschließend ge-prinz-nappt. So albern dies klingt, so albern und peinlich sieht leider auch das Render-Intro aus: gewollt komisch – gar nicht passend zum eher ernsten Thema. Zwar verfehlt die gewollte Komik, doch auch der Verbannungszauber des miesen aber ungeschickten Zauberers misslingt. So gelang es dem guten Zauberer Gallus Prinz John wieder zu befreien. Nach fünf Jahren Gefangenschaft ist es nun an der Zeit, die Macht Valtamands zu zerstreuen und das Volk zu erlösen.

Die Steuerung ist sehr einsteigerfreundlich – ergo ähnlich wie bekannte Echtzeitstragien wie Warcraft 3 und Co.

Die Grafik ist in komplett 3D gehalten und sehr bunt. Das Spiel strotzt nur so mit Lichteffekten und Detailreichtum. So wird jedes Upgrade visuell belohnt und das Gewässer im Reich des Prinzen scheint wahrhaftig zu leben. Nur die Animationen unseres Protagonisten und seiner Anhänger könnten weicher sein – doch dies trübt den Spielspaß wenig.

Dem Komponisten ein Lob: Hervorragende Titelmusik und wunderbare Hintergrundmusik im mittelalterlichen Stile! Die Geräusche bzw. Soundeffekte passen zum Spielgeschehen und die Sprachausgabe im altenglischen weiß auch zu überzeugen. So manche Kommentare des Prinzen und seiner Untergebenen sind gar witzig. So kommentiert der Prinz einen Angriff von Gegnerhorden, erst mit einem heldenhaften Spruch um anschließend jedoch um Hilfe zu schreien!

Interessanterweise ist im Campaign-Modus, welches zugleich auch der Hauptmodus mit der eigentlichen Hintergrundgeschichte ist, ein Rollenspiel-Element eingebaut. Auf dieses Zusatz-Element hat man in der Campaign keinen Einfluss – man erreicht höhere Levels automatisch. Der Kampf ist sehr eingeschränkt. Ein Klick auf den Gegner genügt und unser Held greift an – hastiges Geklicke à la Diablo entfällt – dafür gibt es auch sonst keine weiteren Taktiken. Teilweise muss in diesem Story-Modus auch aufgebaut werden und dabei sind wir auf Hilda, Gertrude und Wilma angewiesen. Diese holden Damen haben mächtig viel Euter und schenken auch kräftig aus, nämlich den einzigen Rohstoff im Spiel: Nicht Whisky, Schnaps oder Rum macht unsere starken Männer munter und stark – nein – sondern gesunde, frische Milch! Schon mal gehört?

Die Milch macht’s! Hier kommt der bekannte Werbe-Slogan so richtig zur Geltung! Leider erfolgt der Aufbau nicht so einfach, wie man es von der Konkurrenz kennt: mitunter weiß man nicht, warum man keine weiteren Männer bzw. Gebäude aufbauen kann, obwohl man genug Milch und Arbeiter hat – aber warten wir die Vollversion ab! Im Skirmish-Modus darf man sich ganz auf das Aufbauen und Überrennen des Gegners konzentrieren. Im Rollenspiel-Modus (RPG-Modus) darf man seinen Avatar aufpäppeln und somit ganz alleine losziehen. Hier darf man auch das Leveln und verteilen der Skillpoints selbst übernehmen.